Königswinter (zi). Viele kennen die alltäglichen Schreibtischrituale. Da wird morgens am Arbeitsplatz im Büro der Rechner eingeschaltet. Während das Gerät langsam hochfährt, schweifen die Blicke automatisch über vertraute Utensilien.
Da liegen etwa Memory-Block, Zettelkästchen und
Stifteschale einträchtig neben dem Kartenlesegerät, der
Tastatur oder dem Telefon. (Un)gelesene Zeitungen, Briefe und der
Kalender für die Tagestermine finden Platz neben dem
nötigen Kabelgewirr und einem ungegessenen Gummibären.
Die Gedanken beginnen sich auf die Aufgaben zu konzentrieren, der
Blick fällt womöglich noch einmal gedankenverloren aus
dem Fenster. Alles könnte so normal sein, wenn da nicht
plötzlich sichtbar alles anders wäre?.
Jedenfalls bei unserer Lokal-Redakteurin aus Königswinter/ Bad
Honnef. Als ihre Blicke im heimischen Büro neulich
frühmorgens gedankenverloren über den Schreibtisch
huschten, verharrten plötzlich ihre Augen für einen
"Augenblick" in pechrabenschwarze weit aufgerissene
kleine Knopfaugen. Reflexartig lenkte unsere Redakteurin den Blick
mit einem knappen Anflug von Selbstzweifeln und einem
unwesentlichen Verdacht auf mögliche
Wahrnehmungstrübungen einmal rundum über alle vertrauten
Dinge, um dann die Blicke langsam in anschleichender Indianermanier
wieder auf die kleinen Knopfaugen zu lenken. Die kleinen Augen gab
es tatsächlich und sie hörten nicht auf zurück zu
starren. Auch nicht, als unsere Redakteurin, zugegebenermaßen
mit erhöhtem Puls, mechanisch nach der Kamera griff, um diese
Blicke bildlich einzufangen. Das gelang! Dann ergriffen die kleinen
Kohleaugen samt eines pelzigen kleinen offensichtlichen
Mäusekörpers allerdings die Flucht. Der mausige
Schreibtischtäter fiel beim Absprung in den Papierkorb und
wurde durch die Terrassentür schnell in die Freiheit entsorgt.
Ob Knopfauge auf diese Tour möglicherweise der häuslichen
Katze entkommen wollte? Möglich, aber das Geheimnis hat das
Mäuschen mit ins Mauseloch genommen.







