Höhenhaus (kg). "Ich vertraue darauf, dass Gott mich mit seinem Segen begleitet, so, wie ich das in den letzten 41 Jahren auch erleben durfte", sagt die neue Pfarrerin der Pauluskirche und des Gemeindezentrum Bodelschwingh.
Viele haben sie wahrscheinlich vom
"Kennen-Lern-Gottesdienst" in Erinnerung. Da war sie mit
Ehemann Folkert, der ältesten Tochter Meret (10) und dem
jüngsten Sohn Moritz (5) in der Pauluskirche: "Die Kirche
war rappelvoll", erinnert sie sich. Im Anschluss an den
Gottesdienst gab es ein von der Gemeinde organisiertes
Kirchencafé: "Es war eine sehr erfrischende Offenheit
spürbar". Einen Monat später besuchte sie das
Gemeindefest mit ihren beiden Kindern.
Bis Ende Dezember war sie gut 14 Jahre für die Gemeinde
"Porz-Mitte" zuständig. Im April 1998 kam sie als
Vikarin zur Porzer Lukaskirche. Dort fasste sie einen Schwerpunkt
in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und
Familien. Vor zehn Jahren baute sie mit Jugendreferenten Simon
Jonas zum Beispiel die Konfirmandenarbeit auf: "Anfangs kamen
zwei, drei Jugendliche, heute sind es durchschnittlich 15, die sich
ehrenamtlich engagieren". In der Kindertagesstätte der
Lukaskirche führte sie Andachten durch, außerdem lernten
die Kinder die Kirche durch Familiengottesdienste kennen. Bei
Schulgottesdiensten sah sie die Kinder wieder: "Das
erkenne ich sofort, wer bei mir war. Die Kinder formen die
Hände zu einer Schale, um bewusst den Segen aufzufangen, den
ich ihnen gebe".
In ihrer neuen Gemeinde wird sich Pfarrerin Herrenbrück
ebenfalls um die Senioren kümmern. "Darauf bin ich schon
sehr gespannt", sagt die 41-Jährige, die in Wuppertal und
Bonn Theologie studierte. In Porz vertrat sie für ein Jahr die
damalige Pfarrerin Doris Chao in der gesamten Gemeindearbeit.
Kerstin Herrenbrück wird ab 1. Januar für die Gemeinde da
sein, der Umzug ins Pfarrheim ist nach Abschluss der
Renovierungsarbeiten für das Frühjahr, Anfang Sommer
geplant: "Meret wird die 6. Klasse im Gymnasium in Porz zu
Ende machen und dann wechseln. Moritz wird ab 2. Januar in die
Kindertagesstätte gehen". Eine offizielle Feier für
die neue Pfarrerin wird am 12. Februar in der Pauluskirche
stattfinden.
Wie entstand der Wechsel?
Der Vorsitzende des Höhenhauser Presbyteriums, Bernd-Dieter
Neufang, besuchte im Dezember 2010 ein Adventskonzert in der Porzer
Lukaskirche und lernte dabei Pfarrerin Kerstin Herrenbrück
kennen. Anfang Februar entsandte das Presbyterium ein Angebot an
sie. In Porz hatte die Pfarrerin eine halbe Stelle und rund 1.500
Gemeindemitglieder. In Höhenhaus wird sie sich um die etwa
2.800 Gemeindemitglieder innerhalb einer vollen Stelle kümmern
können.


