Ostheim (sf). Auf dem Gelände des Schulzentrums Ostheim entsteht derzeit das neue Vereinsheim des Sportclubs Köln 2000. Zur Feier des Richtfestes versammelten sich der Vereinsvorstand, Vereinsmitglieder, die Bauleitung und die lokale Politik in den Räumen des zukünftigen Vereinsheims, um die Fertigstellung des Rohbaus gebührend zu feiern.
Auf einer Fläche von 140 Quadratmetern ist ein Gebäude
mit zwei Etagen entstanden, in dem zukünftig ein Empfangsraum,
ein Büro, ein Geräteraum, eine Küche zu finden sein
werden.
Der SC Köln 2000 bietet ein Sportprogramm für derzeit 250
Mitglieder mit Schwerpunkt Fußball an: Im Verein trainieren
sechs Jugendmannschaften und eine Seniorenmannschaft auf einem
Fußballplatz. Daneben werden im Verein Badminton und
Tischtennis in der Halle angeboten. Das Vereinsgelände
befindet sich auf dem Schulzentrum Ostheim, zu dem das
Heinrich-Heine-Gymnasium und die Albert-Schweitzer-Realschule
gehören. Vormittags werden die Sportanlagen von Schulklassen
genutzt, daher wurde das neue Vereinsheim zu 88 Prozent aus dem
Konjunkturpaket II der Stadt finanziert. Die Gesamtkosten belaufen
sich auf 130 000 Euro. Beim Richtfest betonte Mario Kubatz, 1.
Vorsitzender des SC Köln 2000, wie wichtig das neue
Vereinsheim für den SC Köln 2000 ist: "Ohne ein
Vereinsheim bekommt man den Zusammenhalt im Verein einfach nicht
hin". Viele Mitglieder hätten den Verein in den
vergangenen Jahren verlassen, weil ihnen das
"Wir-Gefühl" fehlte: "Nach den
Fußballspielen gehen alle immer gleich nach Hause. Zudem
müssen wir vereinsinterne Versammlungen immer in diverse
Kneipen verlegen", berichtet Kubatz.
Die Realisierung des Vereinsheims war mit sehr vielen Hürden
verbunden: Fünf Jahre hat der SC Köln 2000 um den Bau
kämpfen müssen. Bevor die Entscheidung des Bauortes auf
einen Teil des Parkplatzes des Schulzentrums fiel, waren sechs
andere Standorte vorgesehen, die jedoch von der Stadt wieder
abgelehnt wurden - unter anderem, weil einige von ihnen in
Landschaftsschutzgebiet fielen. Das Schulzentrum Ostheim
sträubte sich zunächst dagegen, dass unmittelbar neben
ihm ein Vereinsheim gebaut wird. Der jetzige Standort, auf einem
ehemaligen Parkplatz neben dem Schulgelände, wurde nach
kontroversen Diskussionen im Einvernehmen mit dem Schulkomplex
ausgewählt. Mario Kubatz dankte insbesondere der anwesenden
Stadträtin und Vorsitzenden des Schulausschusses Yvonne
Gebauer (FDP) und dem ebenfalls anwesenden Bezirksvorsteher Markus
Thiele (SPD) für "ihren Einsatz, zwischen dem Schulamt
und dem Verein Frieden zu schaffen". Auch Jörg Hotop,
Sportsachbearbeiter des Bezirks Kalk und der
Stadt-Bezirks-Sportverband wurden von Mario Kubatz für ihr
Engagement gelobt. "Ich freue mich, dass wir den langen
Entstehungsprozess erfolgreich zu Ende gebracht haben", so
Jörg Hotop. Die Fertigstellung des Vereinsheims ist für
Sommer 2012 geplant.


