Oberberg. Die Türklinke im Bundestag
scheint eine besondere Anziehungskraft zu haben. Das haben der
Wipperfürther Jan-Eric Fischer und der Bielsteiner Moritz
Müller beobachtet. Sie haben in vier Wochen verfolgt, was sich
hinter den Bundestagstüren abspielt. Jan-Eric Fischer und
Moritz Müller machten ein Praktikum beim oberbergischen
Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Flosbach.
"Professoren, Experten aus der Wirtschaft und Fachleute
verschiedenster Institutionen geben sich hier die Klinke in die
Hand, um den Politikern die möglichen Auswirkungen ihres
Handelns vor Augen zu führen und Fehler vor ihrer Entstehung
zu verhindern", berichtet Jan-Eric Fischer von seinen
Eindrücken aus dem Parlament. Der 19-Jährige hat im
vergangenen Jahr in Wipperfürth Abitur gemacht und beginnt im
Sommer ein Wirtschafts-Ingenieur-Studium.
Auf dem Programm der letzten Wochen standen Ausschuss-Sitzungen,
Plenardebatten, so genannte Berichterstattergespräche, also
Gespräche zwischen Fachpolitikern (den Berichterstattern) und
Ministerialbeamten zu Gesetzesvorhaben, und natürlich die
Büro-Arbeit in Flosbachs Bundestagsbüro.
"Wir haben Mäuschen spielen dürfen in einer Welt,
die vielen undurchsichtig und abgehoben erscheint. Doch wenn man
hinein schaut, merkt man, dass hier viel Energie und Arbeit drin
steckt", so der Eindruck von Jan-Eric Fischer.
Nicht ganz neu war das Bundestags-Terrain für Moritz
Müller. Er war als Schüler vor sieben Jahren schon einmal
für ein paar Tage Praktikant in Flosbachs Bundestagsbüro.
Heute ist der 22j-ährige Stipendiat der Zukunftsakademie in
der NRW-CDU und wird von Klaus-Peter Flosbach als Mentor
betreut.

